Aktuell

Was wird aus der Hoffnung?

 

Das haben sich dreißig Autor*innen gefragt und Interdisziplinäre Denkanstöße für neue Formen des Miteinanders geliefert. Michaela Fink, Jonas Metzger und Anne Zulauf hatten uns eingeladen, zu Reimer Gronemeyers Achtzigstem Geburtstag über einen zentralen Punkt in dessen Wirken nachzudenken. Gronemeyer, nimmermüder Soziologieprofessor an der Universität Gießen – und auch promovierter Theologe –, stellt in seinen vielen Veröffentlichungen in den Mittelpunkt, dass wir uns um nichts weniger als die Rettung der Welt kümmern müssen. Er tut das konkret in zahlreichen Studien zur Lebenssituation der Menschen in Afrika. Ich habe ihn und seine Mit-Streiter*innen u. a. nach Namibia begleiten können, wo sie gemeinsam das Überleben in Zeiten von HIV/AIDS, von sozialen, ökonomischen und ökologischen Krisen untersuchen. Es ging und geht ihnen nicht darum, über die Menschen zu forschen, sondern gemeinsam mit ihnen Perspektiven zu entwickeln. Die sind oft durch die Besinnung auf alte Traditionen geprägt.

 

Ein weiterer Schwerpunkt Gronemeyers sind die Themen Alter, Tod und Sterben. Seit über fünfzehn Jahren arbeiten wir zum Thema Demenz zusammen: Eingeladen von der Robert-Bosch-Stiftung haben wir uns von 2004 bis 2006 Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz – so hieß das Projekt – eingesetzt. Daraus ist die Aktion Demenz entstanden, Reimer Gronemeyer ist der 1. Vorsitzende, ich bin Mitglied im Vorstand.

 

Aus diesem breiten Spektrum stammen die Beiträge, die wir ganz unterschiedlichen Autor*innen, seit langem mit Gronemeyer verbunden, zusammengetragen haben. Erfahrungen aus Afrika sind genauso dabei wie die aus unserer Gesellschaft, die wir oft als überaltert bezeichnen. Ist die Hoffnung am Ende? fragen bang die Herausgeber*innen. Es lag uns Autor*innen fern, darauf mit einem aufmunternden Nein, nicht doch! zu antworten. Wir zeigen vielmehr auf, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um Zuversicht zu ermöglichen. Dabei setzen wir uns kritisch auch mit dem Begriff selbst auseinander. Ich komme zu dem Schluss Hoffnung allein ist zu wenig! Aber lesen Sie selbst:

 

Fink, M./ Metzger, J./ Zulauf, A. (Hg.) (2019), Was wird aus der Hoffnung? Interdisziplinäre Denkanstöße für neue Formen des Miteinanders. Gießen: Psychosozial-Verlag, 362 S. 39,90 €

 

 

... und nichts vergessen?! Die gesellschaftliche Herausforderung Demenz

Jetzt auch in einer Sonderausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung!

Schriftenreihe Bd. 10301. Sie finden es auf der Website

http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/288653/-und-nichts-vergessen

Und natürlich weiterhin beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Sehen Sie auf diese Website:

https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/psychologie-psychotherapie-beratung/arbeit-und-organisation/beratung-coaching-supervision/27378/und-nichts-vergessen

 

 

Noch mehr Demenz!

 

Dreharbeiten im STATTHAUS Offenbach
Dreharbeiten im STATTHAUS Offenbach

 

Das Bild von Menschen mit Demenz überdenken hat die Redaktion der Zeitschrift neue caritas meinen Artikel über Selbstbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung überschrieben. Erschienen ist er in Heft 21 vom 3. Dezember 2018. Hinweise im Netz finden Sie unter

https://www.caritas.de/neue-caritas/heftarchiv/jahrgang2018/artikel/das-bild-von-menschen-mit-demenz-ueberdenken

 

Im selben Heft habe ich die Begeisterung der breiten Öffentlichkeit für eine neue Versorgungsform aufgegriffen: Im Demenzdorf: ein Leben in der Illusion zeichnet ein durchaus attraktives Bild der berühmten Einrichtung De Hogeweyk in Holland, stellt aber auch das offensichtliche Bedürfnisse dar, Menschen mit Demenz aus dem Alltag der Anderen zu verbannen. Hier ist es im Netz:

https://www.caritas.de/neue-caritas/heftarchiv/jahrgang2018/artikel/im-demenzdorf-ein-leben-in-der-illusion

 

In Ein Aachener Stadtteil hält zusammen stellt Christoph Venedey die Bemühungen vor, den Aachener Stadtteil Haaren demenzfreundlich zu gestalten.

 

Alle Artikel im Schwerpunktheft Lange dabei sein vom 3. Dezember 2018 neue caritas Heft 21

 

 

Der Klassiker jetzt auch im Internet! 

 

Jahre war der Film über zwei Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz nur als DVD erhältlich, jetzt haben ihn die Koordinationsstelle für Wohn-Pflegegemeinschaften und die Alzheimer Gesellschaft Hamburg ins Netz gestellt:

 

Man gibt hier keinen einfach ab!

Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz 


Kaffeeduft zieht durch den großen Wohnraum mit Küche und Esstisch, kurz vor acht. Allmählich kommen die Bewohnerinnen und Bewohner aus ihren Zimmern. Jeder kann schlafen, solange er will, steht aber irgendwann auf, um am Gemeinschaftsleben teilzuhaben: Einkaufen auf dem Markt, Möhren schneiden für die Gemüsesuppe, Wäsche zusammenlegen, Teller abwaschen. Sie verbringen ihren Alltag miteinander, unterstützt durch Pflegekräfte und Begleiter.
 
Das haben ihre Angehörigen so beschlossen. Sie haben die Wohnung gemietet und den Pflegedienst ausgesucht, treffen sich einmal im Monat und entscheiden, was zu tun ist. Sie prüfen die Haushaltskasse und planen den nächsten Ausflug, beauftragen den Handwerker für die Renovierung und lassen sich vor allem von den Pflegekräften aus dem Alltag berichten. Das kostet Zeit. Sie haben es so gewollt, um Menschen mit Demenz in ihrer Familie oder ihrem Freundeskreis etwas Anderes zu bieten als die klassische stationäre Unterbringung.
 
Der Film zeigt das Leben in den Hamburger Wohngemeinschaften Bärenhof und Pauline-Mariannen-Stift, zeigt, wie acht bis zehn Bewohnerinnen und Bewohner ihren Alltag mit dem festen Betreuungs- und Pflegeteam verbringt und welche Aufgaben die Angehörigen übernehmen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=Y-dNYcpqDPQ    Länge: 15:30

 

    

…. und so sieht es bei unseren Dreharbeiten aus:

Dreharbeiten im Christlichen Kinderhospital in Osnabrück