Rezensionen

 

 

 

 

Assistierter Suizid

Für diese Ausgabe habe ich auch die Bücher zum assistierten Suizid von Küchenhoff/Teising und Devos – wie schon in Dr. med. Mabuse – rezensiert. Dazu von Gronemeyer, R./Heller, A. (2021), Suizidassistenz. Warum wir eine solidarische Gesellschaft brauchen. Esslingen: der hospiz verlag. in: demenz.DAS MAGAZIN Heft 58/59-2023

 

 

Am 6. Juli 2023 hat der Deutsche Bundestag abschließend über den assistierten Suizid debattiert und die beiden vorliegenden Gesetzesvorschläge abgelehnt. 688 Abgeordnete haben dagegen für ein Gesetz zur Suizidprävention gestimmt.

Wird nun endlich der Patientenwillen ernst genommen, ein sinnlos erscheinendes Leben nicht mehr weiterleben zu wollen? Werden wir uns künftig Sterbenskranker mit dem Hinweis zu entledigen, dass ihr Leiden doch nicht mehr aushaltbar sei? Ist gar ein Dammbruch zu befürchten, infolgedessen immer mehr Menschen weggespült werden, die unserer besonderern Fürsorge bedürfen? ...

                                                 

So beginnt meine Rezension zweier wichtiger Bücher zum Thema, kurz vor der Debatte und Abstimmung erschienen. In Dr. med. Mabuse 261, 3. Quartal 2023, S. 96. Dort lesen Sie mehr.

Joachim Küchenhoff/Martin Teising (Hg.), Sich selbst töten mit Hilfe Anderer. Kritische Perspektiven auf den assistierten Suizid, Gießen 2022: Psychosozial.

 

 

Timothy Devos (Hg.), Sterbehilfe in Belgien. Erfahrungen, Reflexionen, Einsichten, Gießen 2022: Psychosozial.

 

Informationen und eine Stellungnahme zur Entscheidung der Abgeordneten finden Sie auf der Seite des Nationalen Suizidpräventionsprogramms für Deutschland (NaSPro): https://www.suizidpraevention.de/

 

 

Psychotherapie im Alter Nr. 76: in memoriam Hartmut Radebold, hg. von Meinolf Peters und Reinhard Lindner. 19. Jg. Nr. 76, 2022, Psychosozial-Verlag Gießen.

Ein Psychoanalytiker, der sich im fortgeschrittenen Alter einen Kindheitstraum erfüllt und die Prüfung als Lokführer abgelegt hat – klingt spannend. Dass er in jahrzehntelanger Arbeit bewiesen hat, auch alte Menschen sind einer Psychotherapie zugänglich – ist wichtig. Die erst späte Auseinandersetzung mit seiner eigenen Kindheit erstaunt bei einem Analytiker. All das trifft zu auf Hartmut Radebold, im Herbst ’21 verstorbener Nestor der Alterspsychotherapie. Seine Kolleg:innen haben ihm ein Denkmal gesetzt – ich habe es mir angesehen.

Die Rezension des Buches finden Sie in

demenz.DAS MAGAZIN Ausgabe 56/2023 S. 46/47 www.demenz-magazin.de